Unser Hotel Monte Triana hat eine ausgezeichnete Lage: einen Katzensprung von der Giralda, einer der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten von Sevilla, entfernt. Es handelt sich hierbei um den Glockenturm, der direkt neben der Kathedrale Santa María de la Sede steht.

Die Errichtung des Turms erfolgte in verschiedenen geschichtlichen Perioden. Die ersten zwei Drittel wurden im 12. Jh. als Minarett im Almohaden-Stil gebaut und standen direkt neben der Moschee, während das oberste Drittel für die Glocken im christlichen Stil errichtet wurde. Über den Glocken und der Kugel thront die als „Giraldillo“ bekannte Statue.

Die Giralda ist mit dem Giraldillo 104 Meter hoch und war viele Jahrhunderte lang eine der höchsten und berühmtesten Bauten Europas und der höchste Turm Spaniens, da er sowohl den Big Ben (96,3 m) und den Turm von Pisa (55,8 m) überragt. In den 80er-Jahren wurde die Giralda zum Kulturerbe der Menschheit erklärt.

Die Originalität der Giralda hat zahlreichen, später errichteten Türmen in Russland, Polen oder sogar den Vereinigten Staaten als Vorbild gedient.

Die Giralda wurde als Minarett der Stadtmoschee (von der heute noch der Hof „Patio de los Naranjos“ erhalten bleibt) konzipiert; ihre Errichtung begann in Sevilla im Jahr 1184. Der Bau begann unter Aufsicht des Architekten Ben Baso. Das Minarett war 82 Meter hoch und zu jener Zeit das höchste Gebäude Europas. Die Bauarbeiten endeten im Jahr 1198, als die vier goldfarbenen Bronzekugeln aufgesetzt wurden.

Die stilistischen Vorläufer der Giralda sind die großen almohadischen Bauten des 12. Jhs., wie das Minarett der Koutoubia-Moschee in Marrakesch oder der Hassan-Turm in Tanger, dessen Bau nie vollendet wurde und der als Bruder der Giralda gilt.

Nachdem im Jahr 1248 Sevilla vom König Ferdinand III. „der Heilige“ erobert wurde, wurde die Moschee als Kathedrale weiter benutzt. Während des Erdbebens, das Sevilla im Jahr 1356 heimsuchte, verlor die Giralda die vier Kugeln. Diese Kugeln wurden zuerst durch einen Glockengiebel ersetzt; später wurde unter der Leitung des Architekten Hernán Ruiz eine komplette Glockenebene aufgesetzt. Ruiz wurde auch mit der Anbringung der Statue beauftragt, die den Glauben darstellt. Diese unter dem Namen Giraldillo bekannte, 3,5 Meter hohe Statue diente als Wetterfahne (die größte Wetterfahne aus Bronze der Europäischen Renaissance) und wurde vermutlich von Juan Bautista Vázquez el Viejo entworfen.

Das Wort „giralda“ stammt vom Verb „drehen“ (girar) und bedeutet „Turmwetterfahne in Form eines Menschen oder eines Tieres“.

Die Giralda ist mit 24 Glocken ausgestattet und somit die Kathedrale mit den meisten Glocken Spaniens.

Eine interessante Anekdote ist, dass im alten Madison Square Garden von New York eine „amerikanisierte“ Nachbildung der Giralda stand, die größer als die echte (134 m) und einer der ersten Wolkenkratzer der Stadt war. Von dieser Nachbildung ist heute noch die Statue der Göttin Diana, die den Turm krönte, im Philadelphia Museum of Art zu sehen. Die New Yorker Giralda wurde 1925 abgerissen.

In Kansas City - Partnerstadt von Sevilla - steht eine weitere Nachbildung.

Es ist wahrhaftig die Mühe wert, die Rampe der Giralda zu erklimmen (nur der letzte Abschnitt verfügt über Stufen). Es ist, als würde man den Fußstapfen der Geschichte folgen und sich in eine Welt versetzen, die die Stadt jahrhundertelang kulturell prägte. Vom höchsten Aussichtsturm aus genießt man einen wunderbaren Ausblick über die gesamte Stadt und sogar bis zu den nächstgelegenen Ortschaften. Dieser Aussichtspunkt eignet sich perfekt für leidenschaftliche Fotografen.

Vom Hotel Monte Triana aus erreichen Sie die Giralda in 20 Minuten. Dabei durchqueren Sie einen großen Teil des Stadtviertels Triana und der Altstadt.