Unser Hotel MONTE CARMELO liegt im Stadtviertel Los Remedios, in der Nähe des Wachturms Torre del Oro.

Torre del Oro ist nach der Giralda zweifellos der zweitwichtigste Turm Sevillas.

Über seinen Namen kursieren verschiedene Geschichten und Legenden: dass er ihm den goldfarbenen Wandkacheln zu verdanken hat, die auf seiner Fassade wie Gold schimmern, dass der König Peter I. „der Grausame“ hier seine Schätze aufbewahrte oder dass im Turm die Münzen verwahrt wurden, die aus Amerika mitgebracht wurden.

Doch all dies liegt der Wirklichkeit ziemlich fern, da sein arabischer Name wahrscheinlich eine Anspielung auf sein goldenes Spiegelbild war, das im Fluss zu sehen war. Während der Renovierungsarbeiten im Jahr 2005 wurde festgestellt, dass dieser Glanz aus der Mischung aus Stampflehm und gepresstem Stroh entsteht.

Torre del Oro besteht aus drei Teilen. Der erste Teil stammt aus der Zeit der Almohaden und wurde zwischen 1220 und 1221 errichtet; über den zweiten Teil ist man sich nicht im Klaren, obgleich alles darauf hinweist, dass er aus der gleichen Zeit stammt. Der zylindrische Turmaufsatz mit goldener Kuppel wurde nach dem Erdbeben von Lissabon (1760) von Sebastian Van der Borcht hinzugefügt, der auch die Königliche Tabakfabrik von Sevilla entwarf (heute der Sitz der Universität Sevilla).

Torre del Oro war ein alleinstehender Wachturm, der mit dem umliegenden Turm Torre de la Plata (auf Calle Santander) über eine Mauer verbunden war. Beide Türme sollten den Zutritt zum Stadtviertel Arenal verhindern und waren Bestandteil der Mauer, die dem Königlichen Alkazar von Sevilla als Schutz diente. Er war ein sehr wichtiger Turm, da er den Hafen von Sevilla bewachte.

Eine weitere Legende besagt, dass der Torre del Oro durch eine dicke Kette mit einem ähnlichen Turm, der auf dem anderen Flussufer im Stadtviertel Triana stand, verbunden war, um die Durchfahrt der Schiffe zu verhindern. Hierfür liegen jedoch keine Beweise vor und sogar Alfons X. der Weise erwähnt in seiner ausführlichen Chronik nur eine Kette, die eine Einheit aus Booten miteinander verband, die auf der Höhe der Burg San Jorge als Brücke zwischen den Ufern von Sevilla und Triana diente.

Der Torre del Oro erscheint auf dem Wappen von Kantabrien, da während der Belagerung der Stadt durch den König Ferdinand III. von Kastilien die asturischen und kantabrischen Seefahrer, die unter dem Befehl des Admirals Bonifaz und im Dienst der kastilischen Flotte standen, die Brücke zerstören konnten, die beide Ufer des Guadalquivirs miteinander verband. Dieses geschichtliche Ereignis ist auch auf den Wappen von Avilés und den vier kantabrischen Ortschaften Laredo, Castro Urdiales, Santander und San Vicente de la Barquera zu sehen.

Im Laufe der Geschichte hat der Turm viel mitgemacht und sein Abriss wurde mehrere Male geplant, doch die Einwohner von Sevilla konnten dies jedes Mal erneut verhindern.

Es sind zahlreiche Renovierungsarbeiten durchgeführt worden, die letzte im Jahr 2005.

Heute befindet sich in seinem Inneren das Schifffahrtsmuseum, in dem historische Dokumente, Gravuren und Seekarten in Bezug auf Sevilla, den Guadalquivir und das Meer zu sehen sind.

Torre del Oro liegt nur 10 Minuten zu Fuß vom Hotel Monte Carmelo entfernt und ist aufgrund seiner Geschichte und des Museums einen Besuch wert. Auch kann er als Ausgangspunkt für einen Besuch des Stadtviertels Arenal und dessen zahlreiche historische Winkel dienen.